Egon Schiele - Seine Biografie, seine Bilder und Werke
Egon Schiele wurde am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau, als viertes und jüngstes Kind, geboren.
1905 starb Schieles Vater und sein Vormund wurde Leipold Czihaczek , der auch gleichzeitig sein Taufpate war.Schieles Kunst wurde durch diesen Vorfall geprägt.
Nachdem er die Volksschule und das Realgymnasium besucht hatte, wechselte er auf das Gymnasium.Dort wurde sein Talent für die Malerei von seinem Kunstlehrer und dem Künstler Max Kahrer entdeckt und sie boten ihm ihre Hilfe bei der Aufnahme an der Wiener Akademie für bildende Künste, an.
Mit 16 Jahren wurde er in die Malklasse von Professor Griepenkerl aufgenommen.Nach anfänglicher Begeisterung für die Akademie verließ Schiele sie jedoch wieder nach nur 2 Jahren und gründete mit anderen Studenten die Wiener Neukunstgruppe.
Schiele lernte 1907 den Künstler Gustav Klimt kennen und im darauf folgenden Jahr hatte er zum ersten Mal die Möglichkeit an einer öffentlichen Ausstellung teilzunehmen.1909 feierte er die ersten Erfolge mit seinen Werken, die an Klimts Jugendstil anlehnten (Werk:Selbstbildnis I ). Durch positive Kunstkritiken und Vermittlung an einflussreiche Leute, erhielt Schiele zahlreiche Auftragsarbeiten, mit denen er sich finanziell absichern konnte.
1910 löste er sich vom Jugendstil und wandte sich dem Expressionismus zu ( Werk: Tote Mutter ).
Er lebte in wilder Ehe mit Wally Neuzil in Krumaus, dessen Altstadt zu Schieles Lieblingsmotiv wurde.Es war für ihn eine der künstlerisch produktivsten Zeiten.
Er zeichnete ebenso Mädchenakte, die in jener Zeit als unsittlich galten und landete deshalb für 24 Tage ins Gefängnis wegen “Verbreitung unsittlicher Zeichnungen” (Werke: Bildnis Arthur Roessler, Kardinal und Nonne). 1912 zog Schiele wieder nach Wien und wurde trotz seines schlechten Rufes und Dank seines Freundes Klimt, wieder ein gefeierter Künstler.
Zum Mitglied im ,, Bund Österreichischer Künstler” wurde Schiele 1913 ernannt . Im Jahr darauf stellte er seine Werke in Österreich und Deutschland aus. 1915 wurde er , nachdem der erste Weltkrieg begonnen hatte , eingezogen Bevor er nach Prag versetzt wurde, heiratete er Edith Harms.
Trotz der Kriegssituation gelang es Schiele weiter zu malen und er verarbeitete darin seine Kriegserfahrungen (Werk: Tod und Mädchen). In den Jahren 1916-1918 wurde sein Stil realistischer und detailgenauer (Werk: Die Mühle).Gleichzeitig erhielt er große Anerkennung als Porträtist (Werk: Albert Paris Gütersloh). 1918 erreichte die Spanische Grippe auch Wien.Schieles Ehefrau, im sechsten Monat schwanger, verstarb drei Tage vor ihrem Mann. Am 31. Oktober 1918 erlag auch Schiele, im Alter von nur 28 Jahren der gleichen Krankheit.
Trotz seiner kurzen Schaffensperiode gehört Schiele zu den bedeutesten bildenden Künstler der Wiener Moderne. Seine Gemälde sind bis heute sehr begehrt und weltberühmt.
Schieles Bilder erzielen Höchstpreise bei internationalen Auktionen.
Im Wiener Leopold Museum kann man die größte Sammlung seiner Werke bewundern.
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