Wirkungsweisen von Anabolika wie Stanozolol II
1. Einleitung
In diesem Artikel geht es um die Auswirkungen solcher Präparate wie Stanozolol II, auf den menschlichen Körper. Dieses Mittel gehört zu der Gruppe der anabolen Wirkstoffe, die genau wie Stimulantien , Narkotika , Diuretika und Peptidhormone verboten sind. Stanozolol II und andere anabole Wirkstoffe sind dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron sehr ähnlich. Sie fördern den Aufbaustoffwechsel, das heißt, das sie das Gewebewachstum positiv beeinflussen. Ein anaboler Wirkstoff wie Stanozolol II wirkt zum einen anabol und zum anderen androgen. Allgemein bedeutet anabol aufbauend, zum Beispiel im Hinblick auf die Muskelmasse und auf die Verringerung des Körperfettanteils. Androgen ist hingegen geschlechtsspezifisch bezogen und hat eine vermännlichende Wirkung. Synthetisch
hergestellte Anabolika besitzen eine hohe anabole und eine geringe androgene Wirkung. Stanozolol II ist zur Zeit wahrscheinlich das wirkungsvollste Präparat. Und aus diesem Grund ist es besonders bei Kraftsportlern auf der ganzen Welt populär. Ob per Internet oder illegal unter der Ladentheke, ist es trotz des Verbots leicht zu bekommen.
Das Problem der positiven und vor allem der negativen Auswirkungen von Anabolika betrifft längst nicht mehr nur professionelle Kraftsportler, sondern auch Freizeitsportler. Viele dieser Sportler nehmen Anabolika, wie Stanozolol II ein, ohne sich vorher ausgiebig darüber zu informieren. Dies kann verheerende Folgen haben.
Im Verlauf dieses Artikels werde ich zunächst auf die Wirkungsweise von anabolen Wirkstoffen wie Stanozolol II eingehen. Weiterhin werde ich Bezug auf die zahlreichen negativen Auswirkungen nehmen. Anschließend werde ich im Hinblick auf professionelle Kraftsportler und die Medizin auf die positiven Auswirkungen eingehen. Danach folgt ein Interview mit einem Kraftsportler.
Diese vier Themen bilden zugleich den Hauptteil des Artikels.. Abschließend werde ich im Schlussteil eine Zusammenfassung der Ergebnisse darstellen. Außerdem erfolgt eine eigene, wertende Stellungnahme zu dem bearbeiteten Thema.
2. Hauptteil
2.1 Die Wirkungsweise von anabolen Wirkstoffen wie Stanozolol II
Wie bereits erwähnt, werde ich zunächst auf die Wirkungsweise von Anabolikapräparaten, wie das zur Zeit am meist verbreiteten Stanozolol II, eingehen.
In Deutschland finden derzeit mehr als 3,5 Millionen Menschen den Weg zu einem Fitnessstudio. Sie erhoffen sich dadurch ein schön anzuschauendes und kraftvolles körperliches Aussehen. Um solch ein Idealbild des Körpers früher und vor allem ohne große Anstrengung zu erreichen, beziehen viele dieser Fitnesssportler muskelaufbauende Präparate wie Stanozolol II.
Das männliche Geschlechtshormon Testosteron ist der Ausgangspunkt der im Sport verwendeten Anabolikapräparate. Bei diesem männlichen Geschlechtshormon wird zwischen einer androgenen Wirkung, die die männlichen Geschlechtsmerkmale beeinträchtigt, und einer anabolen, aufbauenden Wirkung unterschieden. Daraus folgt, das bei der Synthese von Anabolikaprodukten das Anabole hervorgehoben wird. Das Androgen kann man jedoch nicht vollständig unterdrücken. Präparate wie Stanozolol II enthalten synthetische Steroide 7), die das Anabole vermehrt nach sich zieht. Diese Wirkung basiert auf der Anregung der RNA 8), und der darauf folgenden gesteigerten Proteinsynthese. Weiterhin ist zu sagen, das die chemischen Ableger des Testosterons, die Ananbolikasteroide, sich im Körper an die Proteine im Blut lagern. Durch diesen Vorgang gelangen sie in die Muskelzellen. Dort verbinden sie sich dann mit den Rezeptoren 9), an die sich eigentlich das Testosteron bindet. Danach tritt der Komplex aus Steroid und Rezeptor in Verbindung mit der DNA 8), dadurch das er durch eine Pore 10) in den Zellkern eindringt. Nun werden die DNA-Abschnitte im Zellkern umgewandelt, und zwar in einen RNA-Strang. Dieser RNA-Strang wird daraufhin außerhalb des Zellkerns umgewandelt an einem Ribosom 11) in Aminosäure 12)-Ketten. Anschließend wird die Gesamtmasse der Muskelproteine Myosin 13) und Actin 13) durch die gebildeten Proteine, die sich in die muskulären Myofibrillen 13) eingelagert haben, erhöht.
Hierzu ist im Anhang eine Abbildung dargestellt, die den Vorgang der Wirkungsweise von Anabolikapräparaten veranschaulicht.
2.2 Negative Auswirkungen
Weiterhin werde ich mich mit den negativen und unerwünschten Auswirkungen von Stanozolol II beschäftigen. Es gibt zahlreiche Nebenwirkungen. Zu den wichtigsten gehören die Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, auf die Leber und die Psyche. Diese drei Faktoren werde ich näher erläutern. Anschließend folgen geschlechtsspezifische und allgemeine Nebenwirkungen.
a) Herz-Kreislauf-System
Wer Stanozolol II zu sich nimmt, muss damit rechnen, das in seinem Körper eine erhöhte Einlagerung von Wasser stattfindet. Außerdem bewirkt dieses Anabolikum eine Zunahme des Körpergewichtes. Dies führt zu einem bis zu 15% höheren Blutvolumen, aufgrund dessen sich der systolische Blutdruck erhöhen kann und dementsprechend auch die Pulsfrequenz ansteigt. Dauerschäden im Herz-Kreislauf-System können nicht ausgeschlossen werden. Durch die Einnahme von Stanozolol II ist es möglich, dass eine Erkrankung der Muskelschicht des Herzens (Kardiomyopathie) entsteht. Beispiele hierfür sind, das sich das Herz vergrößert (Kardiomegulie) mit einer Zunahme der Herzwanddicken 14) und einer Ausdehnung der Herzhöhlen 14). Die abbauende Leistung des Herzens und Herzinfarkte lassen sich daher auf Anabolika zurückführen.
b) Leber
Weitere schwerwiegende Nebenwirkungen von Stanozolol II sind Fehlfunktionen der Leber. Diese Fehlfunktionen führen zu einer Leberwerterhöhung, die wiederum kann ein Anzeichen für Leberschädigungen sein, und sollte deshalb keineswegs ignoriert werden. Die Fehlfunktionen der Leber klingen normalerweise wieder ab. Es ist sogar bei einer längeren Nutzung des Präparates so, dass daraus kein nennenswertes Risiko entsteht, jedoch gibt es Fälle, bei denen Fehlfunktionen zurückbleiben. Dies ist anscheinend die Folge einer Abflußstörung der Gallenflüssigkeit, auch Cholestase genannt, bei der sich der Gallensaft in den Leberzellen ansammelt und Veränderungen im Zellplasma der Leber (Leberzytoplasma) und in der Zellmembran stattfinden. Mittlerweile ist die Krankheitsentstehung der Cholestase zum Gegenstand vieler Untersuchungen geworden. Dennoch sind keine zufriedenstellenden Ergebnisse verfügbar. Nach den Vermutungen einiger Wissenschaftler nimmt man an, das Leberenzyme, die längerfristig erhöht werden, eine Schädigung der Leber anzeigen. Diese Schädigung kann möglicherweise zu einer Bindegewebsvermehrung (Leberzirrhose) führen. Es existieren Studien, die darauf hindeuten, dass es zwischen Cholestase, blutgefüllten Zysten in der Leber (Peliosos hepatis) und Lebertumoren einen Zusammenhang gibt. Viele verschiedene Schwerpunkte können zum weit umfaßten Prozeß der Krebsentstehung beitragen, doch ist es hauptsächlich so, das die meisten bösartigen Geschwulste (Leberkarzinome) beim Menschen durch eine Zirrhose entstehen. Es ist weiterhin bekannt, das Lebertumore sowohl bei Männern als auch bei Frauen Folge des Konsums anaboler Wirkstoffe sind.
c) Psyche
Bisher gibt es nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen im Hinblick auf das psychische Verhalten von Menschen, die anabole Präparate konsumieren. Während des Anabolikakonsums kann es zu positiven und auch zu negativen Veränderungen der Stimmungslage kommen. Zu den positiven Veränderungen gehören zum Beispiel Euphorien, sexuelle Erregbarkeit und Energiebereitschaft. Gereiztheit, Gefühlsschwankungen und Gewaltbereitschaft hingegen gehören zu den negativen Veränderungen. Außerdem haben Präparate wie Stanozolol II negative Einflüsse auf die Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit. Der Schwerpunkt des psychi- schen Verhaltens während der Anabolikaanwendung ist jedoch die gesteigerte Aggressivität. Es gibt nämlich zahlreiche Fallstudien von Gewaltverbrechen im Zu- sammenhang mit Anabolikakonsum. Die Aggressivität hat aber auch ihre guten Seiten. Die Wettkampfmotivation und das gesteigerte Engagement im Training werden dadurch beeinflußt.
Weiterhin anzuführen ist, das neue Studien auf das “Suchtpotential des Anaboli-kums” hinweisen. Nach der Absetzung anaboler Präparate macht sich dies zum Beispiel an Depressionen bemerkbar. Um mit der Psyche abzuschließen, ist noch zu erwähnen, daß das Ausmaß des psychischen Verhaltens neben der Dosierungshöhe und der Anwendungsdauer auch von der Persönlichkeit des Konsumenten abhängig ist, so zum Beispiel die Grundaggressivität oder möglicherweise psychische Vorerkrankung.
d) Spezifische Nebenwirkungen
. . . bei Männern:
Bei den männlichen Kraftsportlern wurde festgestellt, dass die Spermiogenese 15)
durch den Anabolikakonsum gestört ist. Spermienzahl sank um mehr als 90% und das Hodenvolumen nahm um etwa 20% ab. Nach der Absetzung kehrt alles wieder zum Normalzustand zurück. Die Auswirkung von Stanozolol II scheint in diesem Bereich reversibel 16). Allerdings ist bekannt, das der Anabolikakonsum die Qualität der Spermien beeinträchtigt und bis zur Impotenz führen kann. Auch wenn es anfangs zu einer rapiden Steigerung der Sexualaktivität kommt, ist langfristig gesehen eine Abnahme die Folge. Zu dem kommt es bei den Männern zur Feminisierung. Dadurch, das viele anabole Wirkstoffe zu Östrogenen 17) aromatisiert werden können, kommt es besonders bei exzessivem Gebrauch zur Anschwellung der Brustdrüsen (Gynäkomastie). Weiterhin treten Erscheinungsbilder wie sehr weiche Muskulatur oder übermäßiger Fettansatz hervor. Die Gynäkomastie bildet sich nach dem Absetzen des Anabolikums zurück.
. . . bei Frauen:
Zum Muskelaufbau nehmen, genau wie Männer, immer mehr Frauen anabole Wirkstoffe wie Stanozolol II ein. Ebenso wie Männer sind auch sie für Nebenwirkungen anfällig. Das Ausbleiben der Monatsblutung (Gonadotropine) plagt die Anabolikakonsumentinnen. Außerdem treten bei ihnen unter Anabolikaanwendung sogenannte Virilisierungserscheinungen 18) hervor. Die Folgen dessen sind eine tiefe Stimme, Veränderungen der Haare, Kahlköpfigkeit, Klitorishypertophie und Rückbildung der Brust.
. . . bei männlichen Jugendlichen
Für Menschen im Jugendalter ist es besonders gefährlich Anabolika zu verwenden. Der Konsum kann nämlich zu einer Beschleunigung der Knochenreifung führen. Durch dieses schubartige Wachstum kommt es zu einem Epiphysenfugenschluss. Die Kleinwüchsigkeit ist die Folge davon. Weitere Nebenwirkungen sind die vorzeitige Vermännlichung, und wie bei den erwachsenen Männern, die Feminisierung (Gynäkomastie) und die psychischen Veränderungen.
e) Allgemeine Nebenwirkungen
Mit allgemeinen Nebenwirkungen im Hinblick auf Anabolikaanwendung sind Auswirkungen auf den menschlichen Körper, die nicht unbedingt lebensbedrohlich sind, gemeint. Die Aknebildung ist zum Beispiel eine allgemeine Nebenwirkung und zugleich die Sichtbarste von allen. Der Grund für die meist auf dem Rücken entstehende Aknebildung ist, dass Anabolikapräparate wie Stanozolol II auf die Talgdrüsen der Haut wirken. Dabei wird die Entwicklung und die Aktivität der Talgdrüsen beeinflußt. Durch den erhöhten Stoffwechsel 19) und die gute Verbrennung ist es außerdem möglich, dass sich ein ständiges Hungergefühl bemerkbar macht.
Ein erhöhter Augendruck, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind weitere allgemeine Nebenwirkungen, die beim Konsum anaboler Wirkstoffe entstehen können.
2.3 Positive Auswirkungen
a) Anwendungen im Sport
Hierzu ist zu erwähnen, dass es besonders für professionelle Kraftsportler wichtig ist, einen perfekt durchtrainierten Körper zu haben, um bei Wettkämpfen die Punktrichter zu beeindrucken, um dann schließlich den erwünschten Erfolg zu haben. Durch eine gezielte und kontrollierte Einnahme von Stanozolol II oder anderen anabolen Wirkstoffen ist es für Menschen, die den Kraftsport professionell betreiben möglich, eine perfekte Ausprägung der einzelnen Muskelpartien zu erreichen. Der alleinige Konsum von Anabolika macht noch lange keinen Profi aus einem Kraftsportler. Die Ernährung, die auf vitamin-, protein- und kohlehydratreiche Nahrungsmittel basiert, sollte diszipliniert eingehalten werden. Zusätzlich sind im Hinblick auf die Ernährung mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sinnvoll, denn wegen des hohen Muskelanteils benötigt der Körper viel Energie. Ebenso wichtig ist sowohl ein durchdachter und sinnvoller Trainingsplan, als auch die richtige Ausführung der einzelnen Trainingseinheiten. Die Regenerationsphasen zwischen dem Training müssen ausreichend sein. Beachtet man diese grundlegenden Faktoren, so steht dem Wettkampferfolg nichts mehr im Weg.
b) Anwendung in der Medizin
Die Anwendung von anabolen Wirkstoffen hat nicht nur für die professionellen Kraftsportler eine positive Wirkung. In der Medizin werden ebenfalls Anabolika verwendet, und zwar bei Krankheiten in Verbindung mit Hormonstörungen oder bei einer körperlichen Schwäche vor alten Menschen. Bei Jugendlichen zum Beispiel wird Anabolika eingesetzt, wenn deren Körperwachstum als sehr hoch prognostiziert ist. Dies führt denn dann zu einem Abbruch des Körperwachstums.
2.4 Interview mit einem Kraftsportler
Wie lange betreibst du diesen Sport schon und wieviel Zeit investierst du wöchentlich? Was ist dein Ziel?
Ich habe vor 3 1/2 Jahren begonnen, mit Gewichten zu trainieren und besuche nun seit 2 Jahren regelmäßig ein Sportstudio. Den Wechsel ins Sportstudio machte ich vor allem wegen der Motivation, der Tatsache, dass man im Studio einen Trainer an seiner Seite hat und weil es ab einem bestimmten Gewicht zu gefährlich wird, alleine zu trainieren (zum Beispiel: Muskelversagen bei 150 kg Hantelkniebeugen!) Zur Zeit trainiere ich viermal die Woche ca. 1 Stunde im Studio, sowie zweimal wöchentlich 1 Stunde Sandsacktraining zu Hause. Mein Ziel ist ein muskulöser, fettarmer Körper, das heißt in Zahlen: ca. 110 kg bei 10% Körperfettanteil.
Was gehört zu einem perfekt durchtrainierten Körper, zum Beispiel richtige Ernährung oder gutes Training? Hälst du diese Dinge ein?
Der Weg zu einem muskulösen, sportlichen Körper ist im Grunde sehr einfach. Ich sage “im Grunde”, weil es beim Bodybuilding nicht in erster Linie um erlerntes Wissen geht, sondern um Motivation und enorm viel Disziplin. Wenn man das besitzt, die richtige Motivation und die nötige Disziplin, kann man sich den drei eigentlichen Komponenten dieses Sports zuwenden. An erster Stelle steht einmal die Ernährung. Hochwertige Nahrungsmittel und das richtige Verhältnis von Protein, Kohlenhydrate und Fett in der Nahrung sind zu beachten.
Die Nahrung ist das Mittel, aus dem du Körpermuskeln aufbaust. Wird dem Körper nicht genug Energie zugeführt, dann ist auch das härteste Training unnütz. An zweiter Stelle steht das Training selbst. Ein gut durchdachter Trainingsplan, die richtige Technik, das heißt, die korrekte Ausführung der Übungen, und hartes Training bis zum Muskelversagen fallen unter diese Komponente. An dritter und letzter Stelle steht die Regeneration, also die Zeit zwischen dem Training der einzelnen Muskelgruppen. Bei jedem Training werden die Muskeln, das heißt die Muskelfasern, beansprucht. Dies setzt die Leistungsfähigkeit der Muskeln herunter und sie müssen sich infolge dessen regenerieren. Ist die Zeitspanne zur Regeneration zu kurz bemessen, kann sich der Muskel weder voll erholen, noch zusätzliche Masse aufbauen.
Und dies führt wiederum zur Sinnlosigkeit des gesamten Trainingsaufwandes. Abschließend ist noch zu sagen, dass die drei aufgeführten Komponenten alle gleich stark berücksichtigt werden müssen. Ist eines der drei Beine zu kurz, oder zu lang, kippt der Hocker um. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass das ganze Training umsonst oder aber nur eingeschränkt erfolgreich ist. Ich persönlich versuche natürlich die Ernährung, das Training und die Regeneration für mich ideal zu bestimmen, kann jedoch nicht behaupten, das es mir immer 100%tig gelingt.
Wann ist bei dir das Maximum erreicht? Oder bist du der Ansicht, dass es nie genug ist und das man immer weiter trainieren kann?
Ob man in diesem Sport so erfolgreich ist, wie man vielleicht sein möchte, hängt nicht nur von Motivation, Disziplin, Ernährung, Training und Regeneration ab. Es gibt noch einen weiteren, sehr wichtigen Punkt zu beachten: Gene. Nicht jeder Mensch auf der Welt ist in der Lage, einen muskulösen Körper von 130 kg anzutrainieren. Ich denke, mein persönliches Ziel von 110 kg, ist ein sehr hoch gestecktes Ziel, und ich wäre äußerst zufrieden, wenn ich es erreichen würde.
Warum betreibst du gerade diesen Sport?
Bodybuilding ist mit Abstand der einzige Sport, bei dem alle Muskelgruppen so gezielt trainiert werden. Jede Sportart, die profiartig betrieben wird, greift auf Kraftsport zurück. Es gibt mit Sicherheit keinen Olympiasieger, der in seinen Wettkampfvorbereitungen nicht mindestens einmal die Woche eine Hantel in die Hand nimmt. Außerdem gefällt mir das allgemeine äußere Erscheinungsbild von Bodybuildern.
Hast du schon mal was über anabole Wirkstoffe gehört? Wenn ja, was weist du darüber?
Eigentlich fast jeder, der Bodybuilding betreibt, hat auch schon mal etwas von anabolen Wirkstoffen bzw. Anabolika gehört. Im allgemeinen hört man Sachen wie: “Mit Anabolika kann ich das auch”, oder “Mit Anabolika baut man Masse auf, ohne zu essen und zu trainieren”. Aber aus sicherer Quelle weiß ich, dass das so nicht stimmt. Ich habe mich schon oft mit meinem Trainer und auch mit anderen Bodybuildern über Anabolika unterhalten. Daher weiß ich, das anabole Wirkstoffe ihre volle Leistung nur dann abgeben, wenn die schon genannten Komponenten Ernährung, Training und Regeneration, sowie eine ärztliche Überwachung gewährleistet sind. Da ich selber noch keine leistungssteigernde Mittel genommen habe, kann ich über die genaue Zusammensetzung leider nichts sagen.
Sind Anabolika in deinem Fitnessstudio ein Thema? Wird darüber geredet, oder wird es vielleicht sogar konsumiert?
In meinem Studio wird eigentlich recht wenig über Anabolika gesprochen. Das liegt aber wahrscheinlich daran, das bei uns zur Zeit niemand in der Wettkampfvorbereitung ist. Ich kenne allerdings Bodybuilder, die aus verschiedenen Gründen Anabolika genommen haben.
Statistiken besagen, das zunehmend Freizeitsportler Anabolika konsumieren! Kannst du dir das erklären?
Die Erklärung hierfür ist eigentlich ganz simpel. Wie ich schon erwähnte, ist der Weg zu einem muskulösen Körper theoretisch sehr einfach. Die Theorie in die Praxis umzusetzen, ist da schon viel schwieriger. Zu hohe Erwartungen und zu wenig Zeit für ein vernünftiges Trainingsprogramm, oder einfach nur Faulheit, sind nur ein paar der Gründe, warum Laien zu Anabolika greifen. Auf dem Markt gibt es hunderte von verschiedenen Präparaten zur Auswahl. Versetzte Mittel, oder falsche Anwendung können somit schnell zu sogenannten “Unfällen” führen. Über diese wird im Fernsehen und im Internet zur genüge berichtet. Außerdem halte ich es für geradezu verrückt, Anabolika einzunehmen, ohne sich vor, während und nach dieser Zeit ärztlich überwachen zu lassen.
Gibt es auch andere Wege das Training zu unterstützen, zum Beispiel legale Mittel?
Einer der größten Fehler in diesem Sport ist die zu hohe Erwartung. Man sollte langsam mit dem Training beginnen und nichts überstürzen. Wenn man gewissenhaft trainiert und ißt, ist das genügend Unterstützung, die der Körper zum Aufbau von Masse benötigt. Muskeln aufzubauen bedeutet eine große Veränderung im Körper. So etwas kann man nicht in ein paar Monaten schaffen.
Wie ist deine persönliche Meinung zu Anabolika?
Ich denke, das Doping im Freizeitsport nichts zu suchen hat. Dafür ist mir persönlich meine Gesundheit zu schade, um sie durch solche Mittel zu gefährden. Wenn jemand diesen Sport jedoch professionell betreibt, hat er ohne Doping schlichtweg keine Chance. Und dies ist nicht nur im Bodybuilding so, sondern das gibt es in jeder Sportart. Doping ist im Grunde genau so alt, wie der sportliche Wettkampf selbst, den es schon bei den Ägyptern vor 5000 Jahren gab. Ich denke, man muss das in Relation zum sonstigen Aufwand sehen. Wenn ein Spitzensportler sein Leben ganz auf den Sport einstellt, ist es glaube ich gerechtfertigt, wenn er dopt um zu gewinnen.
3. Schluss
Abschließend möchte ich die Ergebnisse meiner Facharbeit zusammenfassen und darstellen.
Die Anzahl der Menschen, die ein Fitnessstudio besuchen, nimmt mit der Zeit immer mehr zu. Sie wollen ihre Körper trainieren und erhoffen sich dadurch ein ästhetisches körperliches Aussehen. Nun gibt es Menschen, die den Kraftsport professionell betreiben, und Menschen, denen die körperliche Ertüchtigung im Fitnessstudio zu anstrengend ist. Und genau diese Personen greifen dann, in der Hoffnung auf einen schnellen und effektiven Muskelaufbau, zu Stanozolol II und/oder anderen Anabolika. Sie vergessen jedoch häufig – oder ignorieren es einfach – , welche verheerenden Folgen die Einnahme von anabolen Wirkstoffen haben kann. Sowohl männliche als auch weibliche Konsumenten können schwerwiegende körperliche Schäden davontragen.
Hält man sich diese Ergebnisse nochmals vor Augen, dann stellt sich die berechtigte Frage, warum es so viele Menschen gibt, die Anabolika zu sich nehmen.
Nun bin ich auch schon bei meiner eigenen Meinung über Anabolika.
Zu Anfang möchte ich sagen, dass ich sehr überrascht bin, was die Vielfalt der negativen Auswirkungen anbelangt. Zudem sind es teilweise schwerwiegende und lebensbedrohliche Nebenwirkungen. Ich verstehe nicht, warum so viele Menschen Anabolika konsumieren, für Hobby-Kraftsportler kann ich diesbezüglich überhaupt kein Verständnis aufbringen. Entweder sind die Menschen sich nicht im Klaren darüber, was anabole Wirkstoffe auslösen können, oder ihnen ist vollkommen egal, was mit ihrer Gesundheit geschieht. Sie scheinen nur alle das Standardbild im Kopf zu haben, wenn sie den Begriff Anabolika hören. Dieses Bild ist: mehr Muskelmasse in kürzester Zeit. Die gravierenden Schäden, die entstehen können, bleiben da oft vergessen. Daher würde ich allen Laien raten, sich vor Anwendung dieser Präparate über positive und negative Seiten zu informieren. Ich bin davon überzeugt, wenn man dies macht, überlegt man sich das mit der Anwendung noch mal.
Bei den Menschen, die den Kraftsport jedoch professionell betreiben und Wettkämpfe bestreiten, bin ich hingegen der Ansicht, dass Anabolika notwendig für sie ist. Da fast jeder in dieser professionell betriebenen Sportart Anabolika zu sich nimmt, ist es wichtig, dass man “am Ball bleibt”, um mit den Anderen den Konkurrenzkampf aufnehmen zu können. Die Dosierung sollte meiner Meinung nach jedoch auf die richtige Ernährung und ein gutes Training abgestimmt sein. Da ich ja selbst viel und sehr gerne Sport betreibe, kann ich es bei den professionellen Kraftsportlern nachvollziehen. Der “Sportsgeist” spielt immerhin in jeder Sportart eine wesentliche Rolle. Dennoch finde ich, dass auch die Profi-Kraftsportler es nicht übertreiben sollten und ihre Gesundheit nicht leichtsinnig in Gefahr bringen sollten.
Ein ausgewogenes und wohldurchdachtes Mittelmaß ist, in Bezug auf die Anabolikaanwendung, meiner Meinung nach der richtige Weg für professionelle Kraftsportler.
[ Quelle: Unbekannt ]
Rechtlicher Hinweis: Die Seite "Info-Monster.de" stellt lediglich diese Plattform zur Verfügung, auf der Artikel und Beiträge veröffentlicht werden können. Für den Inhalt der veröffentlichten Artikel ist ausschließlich der jeweilig genannte Autor verantwortlich!


